Ateminsuffizienz bei Kindern

Kinder haben ein erhöhtes Risiko, schlafbezogene Atmungsstörungen (SBAS), Atemnot bzw. Ateminsuffizienz zu entwickeln, wenn sie folgende Symptome aufweisen:

  • Obstruktion der oberen Atemwege (aufgrund einer Hypertrophie der Adenoide und Tonsillen, eines hochgewölbten Gaumens, Laryngomalazie und Mikrognathie)1
  • Obstruktion bzw. Restriktion der unteren Atemwege (aufgrund von Bronchiektasie bzw. Skoliose)1
  • Schwacher Muskeltonus (oftmals im Zusammenhang mit angeborenen Erkrankungen wie Muskelatrophie und -dystrophie)1
  • Dysfunktion der Medulla oblongata (Gehirn) bzw. des zentralen Nervensystems (aufgrund eines angeborenen zentralen Hypoventilationssyndroms oder einer Rückenmarksverletzung)

Wenn kleine Kinder an einer respiratorischen Infektion erkranken, kann dies zu einer akuten Atemnot oder Ateminsuffizienz führen. In diesem Fall benötigen sie ggf. vorübergehend Atemunterstützung.

Die Behandlung von schlafbezogenen Atmungsstörungen, Atemnot und Ateminsuffizienz bei Kindern kann von nicht-invasiver Beatmung (NIV) und invasiver Beatmung bis hin zu einem chirurgischen Eingriff reichen.

 

Quellenangaben

  • 01

    Cheifetz IM. Invasive and noninvasive paediatric mechanical ventilation.Respir Care. 2003 Apr;48(4):442-58.

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