Invasive Beatmung (IV)

Die invasive mechanische Beatmung kann Patienten mit Atemstörungen das Leben retten. Die Beatmung wird als „invasiv“ bezeichnet, wenn eine Intubation über den Mund (z. B. mit Endotrachealtubus), die Nase oder die Haut erfolgt (z. B. mit Trachealkanüle durch ein Stoma, ein durch einen chirurgischen Eingriff geschaffenes Loch in der Luftröhre), die als künstlicher Atemweg dient.1

Das Ziel einer mechanischen Beatmung besteht in erster Linie darin, Sauerstoff zuzuführen und Kohlendioxid auszuscheiden, die Atemarbeit zu reduzieren und lebensgefährliche Vorgänge wie Hypoxämie, die unzureichende arterielle Sauerstoffsättigung, oder akute, progressive respiratorische Azidose, die Konzentrierung von Kohlendioxids im Blut, zu unterbinden.1

Für die invasive mechanische Beatmung werden zwei Zugänge verwendet:

  • Standard-Endotrachealtubus (ET) – eingeführt durch Nase oder Mund – der Standard-ET bietet einen sicheren Luftweg, wenn der Cuff aufgeblasen und abgedichtet ist, und wird vor allem bei erwachsenen Patienten mit akuter respiratorischer Insuffizienz verwendet; pädiatrische Patienten profitieren von einem ET ohne Cuff.2
  • Der Tracheotomietubus – eingeführt durch ein Stoma, eine durch einen chirurgischen Eingriff geschaffene Öffnung der Luftröhre – kommt bei Patienten zum Einsatz, die langfristige mechanische Beatmung erfordern. Dieser ist mit oder ohne Cuff erhältlich. Tracheotomieschläuche mit Cuff dichten die Luftröhre ab, um die mechanische Beatmung zu überwachen, während ungeblockte oder Tracheotomieschläuche ohne Cuff eingeführt werden können, wenn die Patienten stabiler sind.

Die invasive Beatmung kann bei akuter oder chronischer Ateminsuffizienz sowie bei der Beatmungsentwöhnung zum Einsatz kommen, wenn es nicht möglich ist, die nicht-invasive Beatmung ausreichend zu kontrollieren. Sie kann außerdem eingesetzt werden, um während eines chirurgischen Eingriffs wie z. B. der Intubation in der Intensivstation das Atemwegssystem des Patienten aufrecht zu erhalten.

Ob im Krankenhaus oder zu Hause (mechanische Heimbeatmung) – die invasive mechanische Beatmung wird mit einer Beatmungstechnologie verwendet, die für einen kontinuierlichen Austausch von Sauerstoff/Kohlendioxid sorgt.3 ResMed liefert Geräte mit verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten, die modernste Technologie verwenden und so für eine möglichst komfortable und effiziente Therapie sorgen. Entdecken Sie unsere Beatmungsgeräte für invasive mechanische Beatmung.

Quellenangaben

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