Therapieoptionen für das Obesitas-Hypoventilationssyndrom

Zu den empfohlenen Behandlungsoptionen für OHS-Patienten gehören: Programm für kontrollierten Gewichtsverlust1sowie positiver Atemwegsdruck während der Nacht, d.h. nicht-invasive Beatmung (NIV).2

Gewichtsverlust

Da das Gewicht ein Hauptfaktor für OHS ist, sollten Patienten, bei denen OSA vermutet wird, zuerst abnehmen. Durch den Gewichtsverlust verbessert sich nicht nur ihre allgemeine Gesundheit, sondern unter Umständen auch die alveoläre Ventilation (PaCO2) und der arterielle Sauerstoffpartialdruck (PaO2).3

Neben dem Programm zum Gewichtsverlust sollten zudem folgende Tests durchgeführt werden: 

  • arterielle Blutgasanalysen
  • Lungenfunktionstests
  • eine Polysomnographie
  • Thoraxröntgenaufnahmen

Nicht-invasive Beatmung (NIV)

Hauptziele der Behandlung von OHS-Patienten:

  • Normalisierung des arteriellen Kohlendioxidpartialdrucks (PaCO2 45 mm Hg)
  • Verhindern von Hypoxämie im Schlaf und Wachzustand
  • Verhindern von Erythrozytosen, Lungenhochdruck und Ateminsuffizienz
  • Linderung von Hypersomnie und verändertem Geisteszustand

Die Behandlung mit NIV erreicht diese Ziele und wurde weitgehend als effiziente Behandlung für OHS bewertet.2

Quellenangaben

  • 01

    Piper JP, Grunstein RR. Obesity hypoventilation syndrome. (2011) Am J Respir Crit Care Med 183:292-298.

  • 02

    Storre JH, Seuthe B, Fiechter R, Milioglou S, Dreher M, Sorichter S, Windisch W. Average volume-assured pressure support in obesity hypoventilation: A randomised crossover trial. Chest.2006 Sep 130(3): 815-21.

  • 03

    Zavorsky GS, Hoffman SL. Pulmonary gas exchange in the morbidly obese. Obes Rev 2008 9:326-3 39.

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