Behandlungsergebnisse

Besondere Erwägungen

Bei COPD-Patienten ist die Atemarbeit erhöht und die Ausatmung der Luft aus der Lunge erschwert.

  • Die Druckunterstützung (PS) unterstützt die Atmung des Patienten, sodass ein höheres Volumen in kürzerer Zeit in die Lunge strömen kann und die Atemarbeit reduziert wird.
  • Zum Senken oder Normalisieren der PCO2-Werte bei COPD-Patienten sind eventuell hohe Druckwerte erforderlich.1
  • Die BiLevel-Geräte von ResMed bieten PS-Einstellungen, die mit einer Schrittweite von 0,2 cm H2O und bis zu einem PS-Wert von 40 cm H2O konfiguriert werden können.
  • PS senkt die Atemarbeit des Patienten, sodass die Atemfrequenz sinkt und mehr Zeit zum Ausatmen zur Verfügung steht.
  • Gute Synchronisation und rasche motorische Ansprechzeit tragen ebenfalls zur raschen Abgabe des Inspirationsvolumens bei.

Wenn weniger Zeit für die Inspiration aufgewendet wird, steht entsprechend mehr Zeit für die Exspiration zur Verfügung, sodass der intrinsische PEEP weiter sinken kann, womit auch die Atemarbeit abnimmt. 

  • Die TiControl™-Funktion von ResMed ermöglicht dem Arzt die Einstellung eines Maximalwerts für die Inspirationszeit, sodass ein wirksames exspiratorisches Triggern gesichert ist, um die Exspirationszeit zu erhöhen.
  • Die schnelle Anstiegszeit und das rasche Ansprechen auf Atemanstrengungen des Patienten werden durch die exklusive, massearme Turbine von ResMed erreicht.
  • Bei den Stellar™ Beatmungsgeräten von ResMed lässt sich der EPAP (Exspirationsdruck) im Bereich zwischen 2 cm H2O und 25 cm H2O bzw. bis zum IPAP-Sollwert (Inspirationsdruck) einstellen.

Die Einhaltung einer zuverlässigen Synchronisation des inspiratorischen und exspiratorischen Triggers zwischen Patient und Beatmungsgerät ist entscheidend.

  • Bei allen ResMed Geräten arbeitet der Leckage-Management-Algorithmus VSync synchron mit der TiControl-Funktion zusammen. VSync überwacht und kompensiert die Leckage, indem der Basisflow kontinuierlich und automatisch angepasst wird, während TiControl einen Mindest- und Höchstwert für die Inspirationszeit sichert.
  • Auch die Anpassung des inspiratorischen und exspiratorischen Triggers kann zur besseren Synchronisation beitragen.

Patienten mit COPD benötigen bei der NIV sehr oft eine zusätzliche Sauerstoffgabe.

  • Stellar Beatmungsgeräte verfügen über einen Sauerstoffeingang an der Rückseite, um eine genauere O2-Dosierung zu ermöglichen. Eine Zugabe von bis zu 30l/min ist möglich.
  • Zum leichteren Titrieren des Sauerstoffs kann der SpO2-Wert überwacht werden.
  • Bei Bedarf kann auch der FiO2-Wert gemessen und direkt auf dem LCD-Display des Stellar überwacht werden.

Von entscheidender Bedeutung für die Behandlung von Patienten mit COPD sind Akzeptanz und Therapietreue seitens des Patienten, insbesondere nachts.

  • ResMed Produkte erleichtern die Feineinstellung der Triggerschwellen sowie der Anstiegs- und Absenkzeit, um den Komfort zu optimieren und die Atmung so leicht wie möglich zu machen.
  • Darüber hinaus fördern umfassende Optionen für das Patienten-Monitoring die Therapietreue des Patienten.

COPD-Patienten können auch am Overlap-Syndrom leiden, also einer COPD in Verbindung mit obstruktiver Schlafapnoe (OSA).

  • Falls ein Overlap-Syndrom diagnostiziert wird, wird auch der EPAP titriert, um das Kollabieren der oberen Atemwege aufgrund von OSA zu überwinden.
  • AHI-Daten, die auf dem Info-Bildschirm des Stellar angezeigt oder über ResScan™ eingesehen werden können, helfen Ihnen zu erkennen, ob der EPAP angepasst werden muss.
  • Hochauflösende Atemflussdaten können bei der Titration des EPAP und Identifikation von PEEPi helfen.

Zur Unterstützung der Patientenatmung kann eine integrierte Atemluftbefeuchtung eingesetzt werden.

  • Die beheizbaren Atemluftbefeuchter H4i™ und H5i™ von ResMed lassen sich in kompatible ResMed Geräte integrieren.

In allen Stadien der COPD ist das Monitoring des Patienten und des Krankheitsverlaufs von entscheidender Bedeutung.

  • Mit den modernen Datenmanagementlösungen von ResMed (Datenspeicherung im Gerät und auf Speicherkarten mit hochauflösenden Flow- und Druckdaten, Nutzungsdauer, Volumina, prozentualem Anteil der spontanen Atemzüge, Atemfrequenz, AHI, SpOund Synchronisationsdetails) und der ResScan Software stehen dem Arzt detaillierte Daten zur Fehlersuche und Überwachung des Patientenfortschritts zur Verfügung. Bestimmte ResMed Beatmungsgeräte wie z. B. das Stellar Beatmungsgerät zeigen darüber hinaus Echtzeitdaten (z. B. Flow- und Druckkurven) und Übersichtsdaten am Therapiegerät selbst an.
  • Das Echtzeit-Monitoring der Therapie ermöglicht die ideale Titration des Patienten, eine optimale Nachkontrolle sowie die Anpassung der Therapieeinstellungen im weiteren Verlauf der Erkrankung.2
  • Die Beatmungsgeräte Stellar 100 und 150 von ResMed bieten umfassende Optionen für das Monitoring in Echtzeit.

Bei Patienten mit andauernden chronischen Leiden sind auch Fragen zur Lebensqualität von hoher Bedeutung.3, 4  

  • Eine unabhängige Stromversorgung – sei es der Betrieb über einen internen Akku oder mit dem externen Akku von ResMed, der ResMed Power Station II (RPSII) – hilft dem Patienten, unabhängig zu bleiben, fördert die Therapietreue und steigert die Lebensqualität. 

Quellenangaben

  • 01

    Schonhofer B. Noninvasive positive pressure ventilation in patients with stable hypercapnic COPD: Light at the end of the tunnel? Thorax 2010; 65:765-767.

  • 02

    Jean-Paul Janssens et al on behalf of the SomnoNIV Group . Nocturnal monitoring of home noninvasive ventilation: The contribution of simple tools such as pulse oximetry, capnography, built-in ventilator software and autonomic markers of sleep fragmentation. Thorax 2011; 66:438-445.

  • 03

    Tsolaki V, Pastaka C, Karetsi E et al. One-year non-invasive ventilation in chronic hypercapnic COPD: Effect on quality of life. Respir Med 2008; 102:904-911.

  • 04

    Duiverman ML, Wempe JB, Bladder G, Jansen DF, et al. Nocturnal noninvasive ventilation in addition to rehabilitation in hypercapnic patients with COPD. Thorax 2008; 63:1052-7.

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