Therapie durch NMD verursachter Ateminsuffizienz

Die Therapie eines Patienten mit durch neuromuskuläre Erkrankungen (NMD) verursachter Ateminsuffizienz kann einige Symptome einer schlechten Atmung lindern, darunter:

  • nächtliche Hypoventilation (Orthopnoe, Hyperkapnie und Sauerstoffentsättigungen), die unter Umständen vor einer tagsüber feststellbaren Hyperkapnie auftritt1
  • erhöhte allgemeine Schwäche
  • Dysphagie
  • Dyspnoe bei körperlicher Anstrengung und im Ruhezustand
  • Müdigkeit
  • Schläfrigkeit
  • morgendliche Kopfschmerzen
  • Konzentrationsprobleme
  • Stimmungswechsel

Die ideale Therapie für NMD-Patienten mit Ateminsuffizienz ist die nicht-invasive Beatmung (NIV).

NIV-Lösung von ResMed

ResMed hat sich der Verbesserung der Lebensqualität von NMD-Patienten mit Hilfe von außerklinischen NIV-Beatmungssystemen verschrieben.

In den letzten Jahren hat sich die NIV mit Leckageschlauchsystem und garantiertem Volumen als sehr wirksame Methode zur Senkung des PtcCO2 herauskristallisiert.

Der iVAPS-Modus (intelligente Druckunterstützung mit garantiertem alveolärem Minutenvolumen) von ResMed sichert nicht nur die Zielventilation, sondern auch alveoläres Atemminutenvolumen. Dazu wird die Totraumventilation kompensiert. Das ist besonders deshalb wichtig, da sich der Zustand des Patienten während der Nacht ändert. Beispielsweise wird der Atemantrieb im REM-Schlaf oder in der Rückenlage beeinträchtigt.

Einige ResMed Beatmungsgeräte verfügen zudem über NIV+ Triggertechnologie, die sogar den schwächsten Atemzug erkennt und den nächsten Atemzug für den Patienten am Beatmungsgerät auslöst, damit keine Atemverzögerungen auftreten.

iVAPS  ist auf den folgenden ResMed Geräten für die Behandlung von NMD-bezogenen respiratorischen Erkrankungen verfügbar:

Lumis, Stellar 150, Astral

Besondere Erwägungen

Bei progressiven NMD muss von einer zunehmenden Beatmungsabhängigkeit im Laufe der Zeit ausgegangen werden. Daher müssen eventuell auch die Einstellungen des Beatmungsgeräts angepasst werden.

  • ResMed bietet eine Reihe von Beatmungsgeräten, die sich für nicht abhängige Patienten bis hin zu beatmungsabhängigen Patienten eignen. Zudem sind ResMed Beatmungsgeräte besonders flexibel, da sie sowohl invasive als auch nicht-invasive Beatmungsmöglichkeiten bieten.
  • Mit den modernen Datenmanagementlösungen von ResMed (Datenspeicherung im Gerät und auf Speicherkarten mit hochauflösenden Flow- und Druckdaten, prozentualem Anteil der spontanen Atemzüge, AHI, Volumina, Atemfrequenz, Synchronisationsdetails, SpO2-Monitoring) und der ResScanTM Software stehen dem Arzt detaillierte Daten zur Fehlersuche und Überwachung des Patientenfortschritts zur Verfügung.

Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen können auch an obstruktiver Schlafapnoe (OSA) leiden.

Bei OSA muss der EPAP titriert werden, um ein Kollabieren der oberen Atemwege zu verhindern.

  • AHI-Daten, die auf dem Info-Bildschirm des Stellar angezeigt oder über ResScan eingesehen werden können, helfen Ihnen festzustellen, ob der EPAP angepasst werden muss.
  • Hochauflösende Flowdaten können bei der Titration des EPAP und der Identifikation von PEEPi behilflich sein.

Die Einhaltung einer zuverlässigen Synchronisation des inspiratorischen und exspiratorischen Triggers zwischen Patient und Beatmungsgerät ist entscheidend.

Der Leckage-Management-Algorithmus VSync arbeitet synchron mit der TiControl-Funktion. VSync überwacht und kompensiert die Leckage, indem der Basisflowwert kontinuierlich und automatisch angepasst wird, während TiControl einen Mindest- und Höchstwert für die Inspirationszeit sichert.

Auch die Anpassung des inspiratorischen und exspiratorischen Triggers kann zur besseren Synchronisation beitragen.

Beatmungszugänge wie z.B. ein Mundstück, das mit einer Stütze am Rollstuhl angebracht ist, können hilfreich sein.

Verschiedene ResMed Beatmungsgeräte können mit einem Mundstück eingesetzt werden.

Sekretabbau mit Hilfe von NIV-Techniken.2

Die Stellar Beatmungsgeräte geben dem Arzt die Wahl zwischen zwei Programmen, von denen sich eines so konfigurieren lässt, dass es den Sekretabbau unterstützt.

Der externe Akku macht Patienten mobiler.

Stellar Beatmungsgeräte verfügen über einen internen Akku.

Alle ResMed Geräte sind mit der ResMed Power Station II kompatibel. Dabei handelt es sich um einen externen Akku, der Strom für bis zu 8* Stunden Nutzungszeit bereitstellt (bzw. 16* Stunden bei Anschluss von zwei Akkus).

In allen Stadien der Beatmung ist das Monitoring des Patienten und seines Fortschritts entscheidend.

Mit den modernen Datenmanagementlösungen von ResMed (Datenspeicherung im Gerät und auf Speicherkarten mit hochauflösenden Flow- und Druckdaten, Nutzungsdauer, Volumina, prozentualem Anteil der spontanen Atemzüge, Atemfrequenz, AHI, SpO2 und Synchronisationsdetails) und der ResScan Software stehen dem Arzt detaillierte Daten zur Fehlersuche und zum Monitoring des Patientenfortschritts zur Verfügung. Bestimmte ResMed Beatmungsgeräte, etwa Stellar- oder Astral-Geräte, können Echtzeitdaten wie Fluss- und Druckkurven sowie Übersichtsdaten am Gerät selbst anzeigen.

Das Echtzeit-Monitoring der Therapie ermöglicht eine ideale Titration des Patienten, eine optimale Nachsorge sowie die Anpassung der Therapieeinstellungen im weiteren Verlauf der Erkrankung.3

Quellenangaben

  • 01

    Ward SA, Chatwin M, Heather S, Simonds AK. Randomised controlled trial of non-invasive ventilation (NIV) for nocturnal hypoventilation in neuromuscular and chest wall disease patients with daytime normocapnia. Thorax 2005; 60:1019-1024.

  • 02

    C Senent et al. A comparision of assisted cough techniques in stable patients with severe respiratory insufficiency due to amyotrophic lateral sclerosis. Amyotrophic lateral sclerosis. 2011; 12:26-32.

  • 03

    Janssens JP, Borel JC, et al. Nocturnal monitoring of home noninvasive ventilation: The contribution of simple tools such as pulse oximetry, capnography, built-in ventilator software and autonomic markers of sleep fragmentation. Thorax 2011; 66:438-445.

*8 Std Standzeit im PCV-Modus mit EPAP 5 cmH2O, IPAP 15 cmH2O und 20 AZ/min (zwei Akkus können gleichzeitig angeschlossen werden)

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