Schlafuntersuchungen

Je nach den Regelungen in Ihrem Land können Schlafuntersuchungen beim Patienten zu Hause oder in einem Schlaflabor durchgeführt werden.

Während einer Schlafuntersuchung werden Atmung, Körperbewegungen und Reaktionen des Patienten über Nacht überwacht, um festzustellen, ob er oder sie an einer Schlafstörung wie z. B. Schlafapnoe leidet.

Unten stehend finden Sie einige Informationen zur Weiterleitung an Ihre Patienten über das Verfahren einer Schlafuntersuchung.

In einem Krankenhaus

 

In einem Krankenhaus oder Schlaflabor bringen Mitarbeiter Sensoren am Körper Ihres Patienten an, um den Schlaf zu überwachen.

Anbringung von Sensoren:

  1. auf der Brust zur Kontrolle der Herztätigkeit
  2. nahe der Augenlider zur Messung der Augenbewegungen, die dabei helfen zu ermitteln, ob sich der Patient im REM-Schlaf oder NREM-Schlaf befindet
  3. auf dem Kopf zur Messung der elektrischen Signale im Gehirn
  4. auf den Beinen zur Kontrolle der Muskelaktivität

Patienten erhalten außerdem:

  • ein Nasenbrille zur Kontrolle der Atmung
  • ein Oximeter an ihrem Finger zur Messung der Sauerstoffkonzentration
  • Bänder um Brust und Bauch zur Messung der Atemanstrengung

Mit dem Einverständnis Ihres Patienten filmen die Mitarbeiter die Schlafuntersuchung möglicherweise auch, um einen besseren Einblick in das Schlafverhalten Ihres Patienten zu erlangen.

Bei dieser Art von Untersuchung muss Ihr Patient die Nacht im Schlaflabor verbringen. Patienten sollten also alles mitbringen, was sie für ihre übliche Schlafroutine benötigen, einschließlich Schlafanzug und Toilettenartikeln.

Zu Hause

 

Für eine Schlafuntersuchung zu Hause stehen zwei Arten der Durchführung zur Auswahl:

  1. Eine Schlafuntersuchung zu Hause wird ähnlich durchgeführt wie in einem Krankenhaus oder Schlaflabor. Der Unterschied besteht darin, dass die Patienten die Nacht bequem zu Hause verbringen können. Im Regelfall werden bei Patienten während einer Schlafuntersuchung zu Hause weniger Sensoren angebracht als bei stationär aufgenommenen Patienten, da hauptsächlich Daten zur Atmung aufgezeichnet werden. Vor der Nacht der Schlafuntersuchung wird ein Mitarbeiter des Schlaflabors Ihren Patienten gezeigt haben, wie die Sensoren und Monitore angebracht werden, und wie das Aufnahmegerät während der Nacht verwendet wird.

    In der Nacht der Schlafuntersuchung durchlaufen die Patienten einfach ihre normale Abendroutine und machen sich bettfertig. Sie befestigen alle Sensoren wie angewiesen und beginnen die Aufzeichnung. Morgens entfernen die Patienten alle Sensoren wie angewiesen und bringen das Aufnahmegerät zurück ins Krankenhaus oder das Schlaflabor.
  2. Ein Screening kann mithilfe des ApneaLinkTM Air von ResMed durchgeführt werden, ein kleines, leichtes und benutzerfreundliches Gerät zum Screening in der häuslichen Umgebung. Das ApneaLink Air kann bis zu fünf Signale aufzeichnen: Atemanstrengung, Puls, Sauerstoffsättigung, nasaler Atemfluss und Schnarchen (sowie Körperlage in AirView).

Was wird in einer Schlafuntersuchung gemessen?

Unter anderem kann eine Schlafuntersuchung Auskunft über den Schweregrad der Erkrankung Ihres Patienten geben. Dieser wird mithilfe des Apnoe-/Hypopnoe-Index (AHI) eingestuft.

 

Der während einer Schlafuntersuchung ermittelte AHI basiert auf der Anzahl an Apnoen und Hypopnoen Ihres Patienten pro Stunde.1

  Schweregrad      AHI (pro Stunde)
Normal < 5
Mild 5 bis <15
Moderat 15 bis <30
Schwer 30+

Zusätzlich zum AHI des Patienten berücksichtigt die Diagnose die Sauerstoffentsättigung des Patienten sowie im Fall von OSA auch die übermäßige Tagesschläfrigkeit.

Wenn Sie die Ergebnisse der Schlafuntersuchung Ihres Patienten erhalten, können Sie mit ihr oder ihm über die Krankheit (wenn vorhanden), ihren Schweregrad, mögliche gesundheitliche Folgen und Behandlungsmöglichkeiten sprechen.

Quellenangaben

  • 01

    American Academy of Sleep Medicine, Sleep-related breathing disorders in adults: recommendations for syndrome definition and measurement techniques in clinical research. The Report of an American Academy of Sleep Medicine Task Force. Sleep, 1999. 22(5): p.667-89.

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