Therapieoptionen für Zentrale Schlafapnoe (ZSA)

Die Behandlung von Patienten mit zentralen SBAS kann eine echte Herausforderung sein. Oft wird die Therapie mit kontinuierlichem positivem Atemwegsdruck oder automatischem positivem Atemwegsdruck (CPAP/APAP) als erste Behandlungsmethode gewählt, doch die Erfahrung zeigt, dass CPAP/APAP keine konsistente Apnoekontrolle oder Symptomverbesserung bewirkt. Demzufolge bleiben einige der mit CPAP/APAP behandelten Patienten weiter symptomatisch, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Therapie nicht befolgt wird und dass zahlreiche ressourcenintensive Interventionen erforderlich werden.

ASV (adaptive Servoventilation)* ist eine geeignete Therapieoption für die Behandlung der meisten dieser komplizierten Patienten, entweder als Primärtherapie oder nach erfolglosem Versuch mit anderen PAP-Therapien.

 

Adaptive Servoventilation: eine bewährte Lösung für ZSA

ASV ist eine Therapieform mit positivem Atemwegsdruck (PAP), bei der sich der verabreichte Druck anpasst (mit automatischer Druckunterstützung (DU) und positivem exspiratorischem Atemwegsdruck (EPAP)). ASV unterstützt die Behandlung sowohl obstruktiver wie zentraler respiratorischer Ereignisse und hält als Reaktion auf die sich ändernden Bedürfnisse des Patienten eine angemessene Beatmung aufrecht.

Therapie Ziel Merkmale Druckprofil
Kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck (CPAP) Obere Atemwege offen halten Fester Druck
Automatischer positiver Atemwegsdruck (APAP) Obere Atemwege offen halten Sich kontinuierlich anpassender Druck, um das Druckniveau für den Bedarf des Patienten zu optimieren
Variabler positiver Atemwegsdruck (VPAP) Atmung bei Atmungsstörungen im Zusammenhang mit Lungenerkrankungen unterstützen Fester exspiratorischer Druck und Druckunterstützung bei der Einatmung, normalerweise mit fester Backup-Frequenz
Adaptive Servoventilation (ASV) Atmung stabilisieren und obere Atemwege offen halten Kontinuierlich sich anpassender inspiratorischer und exspiratorischer Druck mit variabler Backup-Frequenz je nach Bedarf

Im Vergleich zu anderen Formen der PAP-Therapie bietet ASV signifikante Vorteile bei der Behandlung zentraler schlafbezogener Atmungsstörungen (SBAS)*. Das haben zahlreiche klinische Studien mit unterschiedlichen Patiententypen gezeigt.

 

Für wen ist die ASV*-Therapie geeignet?

Jeder Patient mit einer linksventrikulären Auswurfleistung (LVEF) > 45% kommt für die ASV-Therapie in Frage. 1,2,3,4 Wir können bestätigen, dass das in der SERVE-HF Studie beobachtete Mortalitätsrisiko bei Patienten mit LVEF ≤ 45% auftritt und dass die nachteiligen Auswirkungen von ASV mit einer bestehenden linkventrikulären systolischen Funktionsstörung korrelieren.5

• Eine reduzierte LVEF sollte vor Beginn einer ASV ausgeschlossen werden1. Vor der ASV-Anwendung ist es wichtig sicherzustellen, dass die LVEF > 45% ist. Hierfür wird eine Echokardiografie empfohlen.

• Die Aussagen der Experten1,2,3,4 geben übereinstimmend an, dass Patienten mit LVEF > 45% weiterhin für ASV in Frage kommen, wenn eine klinische Rationale für die Verwendung vorliegt. ASV kommt in den folgenden verschiedenen Situationen in Frage1,2,3,4 :

  - Herzinsuffizienz mit erhaltener Auswurfleistung

  - ZSA in Verbindung mit langfristiger Opioidtherapie ohne alveoläre Hypoventilation

  - Idiopathische ZSA oder Cheyne-Stokes-Atmung

  - komplexe ZSA (entstehend / persistierend unter CPAP)

  - ZSA nach ischämischem Schlaganfall.

• Seit Mai 2015 haben die französischen und deutschen Gesundheitsbehörden übereinstimmend die Kontraindikation auf Herzinsuffizienz mit reduzierter EF ≤ 45% beschränkt.5

Informieren Sie sich über das ResMed Gerät , das die ASV-Therapie verwendet: AirCurveTM 10 CS PaceWaveTM

Quellenangaben

* Hinweis: ASV-Therapie ist kontraindiziert bei Patienten mit chronischer symptomatischer Herzinsuffizienz (New York Heart Association 2 – 4) mit reduzierter linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF _ 45 %) und mäßiger bis schwerer prädominant zentraler Schlafapnoe. Die Behandlung mit positivem Atemwegsdruck kann bei einigen Patienten mit den folgenden vorbestehenden Erkrankungen kontraindiziert sein: schwere bullöse Lungenerkrankung, Pneumothorax oder Pneumomediastinum, pathologisch niedriger Blut druck (insbesondere in Verbindung mit intravaskulärer Volumendepletion), Dehydrierung, Liquorleck, kürzliche Schädeloperation oder Verletzungen.

  • 01

    d’Ortho et al. European Respiratory & Pulmonary Diseases, 2016;2(1):Epub ahead of print. http://doi.org/10.17925/ERPD.2016.02.01.1

  • 02

    Priou P & al. Adaptive servo-ventilation: How does it fit into the treatment of central sleep apnoea syndrome? Expert opinions. Revue des Maladies Respiratoires, 2015 Dec, 32(10):1072-81

  • 03

    Aurora RN & al. Updated Adaptive Servo-Ventilation Recommendations for the 2012 AASM Guideline: "The Treatment of Central Sleep Apnea Syndromes in Adults: Practice Parameters with an Evidence-Based Literature Review and Meta-Analyses". Journal of Clinical Sleep Medicine, 2016 May 15, 12(5):757-61

  • 04

    Randerath W et al. ERJ Express. Published on December 5, 2016 as doi: 10.1183/13993003.00959-2016

  • 05

    AirCurve 10 CS PaceWave Klinisches Handbuch Juli 2015