Die Geschichte von ResMed

Professor Colin Sullivan und seine Mitarbeiter der University of Sydney beschrieben und entwickelten 1981 zum ersten Mal die Behandlung mit nasalem kontinuierlich positivem Atemwegsdruck (CPAP), die erste effiziente nicht-invasive Behandlung für obstruktive Schlafapnoe (OSA).

Nach der Veröffentlichung der ersten erfolgreichen Ergebnisse in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet suchte Sullivan, der diese Schlaftechnologie patentiert hatte, nach möglichen Partnern zur Vermarktung. Er traf sich 1986 mit Chris Lynch, einem damaligen Mitarbeiter von Dr. Peter Farrell, der wiederum zu dem Zeitpunkt Managing Director des Baxter Centre for Medical Research sowie Vice President F&E bei Baxter Healthcare, Japan, war. Lynch verwies Sullivan an Farrell, der 1987 im Auftrag von Baxter in Sullivans Technologie investierte, um einen Prototyp des CPAP-Geräts zu entwickeln und klinische Tests mit einer Gruppe von Patienten durchzuführen, die an schwerer Schlafapnoe litten.

Aus verschiedenen Gründen entschloss sich Baxter 1988, nicht im Schlafapnoe-Markt einzusteigen. Deshalb gründete Dr. Farrell im darauffolgenden Jahr ResMed und erwarb mithilfe eines Management-Buy-outs Sullivans Schlaftechnologie von Baxter. Danach nahm ResMed die Vermarktung von Sullivans Prototyp-CPAP-Gerät sowie eine anpassbare Geräteproduktion in Angriff, um in der Lage zu sein, eine kritische Masse von Patienten mit OSA, der häufigsten schlafbezogenen Atmungsstörung (SBAS), wirksam zu behandeln.

Von diesen bescheidenen Anfängen 1989 entwickelte sich ResMed in den kommenden 25 Jahren schnell in ein erfolgreiches Unternehmen. Der Umsatz im Geschäftsjahr 1990 lag unter einer Million Dollar und das Unternehmen hatte nur neun Mitarbeiter. Im Dezember 2014 verzeichnete ResMed über 4.000 Mitarbeiter in 100 Ländern und einen Umsatz von ca. 1,6 Mrd. Dollar. Die derzeitige Marktkapitalisierung von ResMed auf der New Yorker Börse beträgt knapp 7,5 Mrd. Dollar.