Therapieoptionen gegen Schnarchen und obstruktive Schlafapnoe (OSA)

 

Die Behandlungsmöglichkeiten gegen Schnarchen sind von einer Reihe von Faktoren abhängig, aber die zwei Schlüsselfaktoren sind:

  • Schnarchen Ihre Patienten durch die Nase oder den Rachen?
  • Leiden Ihre vom Schnarchen betroffenen Patienten AUCH an OSA?

Wir von ResMed verfügen über spezielle Lösungen für Patienten, die durch den Rachen schnarchen und nicht an einer Schlafapnoe leiden, ebenso wie über eine breite Palette von Lösungen für Patienten mit verschiedenen Formen von Schlafapnoe.  

 

Unterkieferprotrusionsschienen (UKPS)

Unterkieferprotrusionsschienen (UKPS) sind Zahnschienen, die vorrangig eingesetzt werden können, um wirksam rachenbasiertes Schnarchen sowie leichte bis mittelschwere Fälle von OSA (AHI ≤ 30) zu behandeln. Für die besagten Fälle sind die UKPS eine klinisch erprobte Alternative gegenüber einer Therapie mit kontinuierlich positivem Atemwegsdruck (CPAP).1,2,3

Sie können auch bei schwereren Fällen von OSA (AHI ≥ 30) zusätzlich angewendet werden, wenn sich herausgestellt hat, dass die CPAP-Therapie alleine nicht ausreichend wirksam war. 

Schlafmedizinisch spezialisierte Zahnärzte verfügen über die erforderliche Kompetenz, angemessen zu beurteilen, ob ihre Patienten für eine UKPS geeignet sind. Zudem können Sie die UKPS für ein optimales Gleichgewicht zwischen Wirksamkeit und Tragekomfort anpassen. Häufig sind es Schlaflabore, welche diagnostizierte Patienten an Zahnmediziner überweisen – zum Beispiel wenn Patienten die CPAP-Therapie für sich ausschließen oder diese abbrechen. 

Zahnärzte können auch ApneaLink Air™, ein Schlaf-Screening-Gerät für die häusliche Umgebung, einsetzen, um selbst ein Screening durchführen zu können und um den Titrationsprozess ihrer Patienten gezielter zu gestalten.

 

Therapie mit positivem Atemwegsdruck (PAP)

Die PAP-Therapie gilt als der Standard in der Behandlung von Schlafapnoen jeglicher Art. Die PAP-Therapie muss von einem Schlafmediziner verordnet und überwacht werden.

Die PAP-Therapie kann auf verschiedene Weise erfolgen:

  • Kontinuierlich positiver Atemwegsdruck (CPAP): Druckluft bei gleichbleibendem Druck
  • Therapie mit automatischem positivem Atemwegsdruck (APAP): automatische Anpassung der Druckwerte an die Atmung des Patienten (geeignet für REM-bezogene Schlafapnoe, lagebedingte Apnoe oder für Patienten, die bei der standardmäßigen CPAP-Therapie eine unzureichende Therapietreue aufweisen).
  • BiLevel-Therapie: höherer Inspirationsdruck und niedrigerer Exspirationsdruck (für bestimmte Patienten geeignet, die für eine herkömmliche Therapie nicht in Frage kommen).

Weitere Möglichkeiten, um Schnarchen zu behandeln, sind unter anderem ein chirurgischer Eingriff oder eine Radiofrequenztherapie.  

 

Quellenangaben

  • 01

    Practice Parameters for the Treatment of Snoring and Obstructive Sleep Apnea with Oral Appliances: An Update for 2005, AASM report, Sleep 2006;29(2): 240-243, US Guidelines.

  • 02

    Non-CPAP therapies in obstructive sleep apnoea, ERS task force. Eur Respir J. 2011 May;37(5):1000-28, Systematic Review. Recommendations (European).

  • 03

    B. Fleury et al. OSAHS treatment with mandibular advancement oral appliance. Rev Mal Respir. 2010 Oct;27 Suppl 3:S146-56. Systematic Review. Recommendations (France).

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