Gewöhnung an Ihr Therapiegerät

Die Gewöhnung an das Therapiegerät ist ein wichtiger Schritt bei der Schlafapnoe-Therapie. Ganz gleich, ob Sie mit kontinuierlichem positivem Atemwegsdruck (CPAP), automatischem positivem Atemwegsdruck (APAP) oder mit einer BiLevel-Therapie behandelt werden, Sie werden ganz sicher Fragen zur Gewöhnung an die Therapie haben. Im Folgenden wurden einige häufige Fragen zur Gewöhnung an die Therapie beantwortet.

Warum schaltet sich mein Therapiegerät nachts aus?

Dafür kann es mehrere Gründe geben. Die folgenden Vorschläge sollten Ihnen bei der Fehlersuche und -behebung helfen:

  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Therapiegerät eingeschaltet ist und dass Ihre Maske richtig angepasst wurde. Wenn Sie nicht wissen, wie Ihre Maske angepasst wird, helfen Ihnen möglicherweise die Antworten auf häufige Fragen (FAQ) zur Anpassung von Masken. Wenn Sie Probleme mit hohen Leckagen haben und Smart Start/Stop eingeschaltet ist, schaltet sich das Therapiegerät möglicherweise automatisch wegen der Leckagen aus. Stellen Sie sicher, dass der Netzstecker vollständig und korrekt in das Gerät eingeführt ist. Wenn der Stecker richtig eingeführt ist, leuchtet die Ein-/Aus-Taste auf.
  • Stellen Sie sicher, dass keine Decken und keine anderen Gegenstände das Gerät oder das Netzteil abdecken.
  • Überprüfen Sie, ob der Filter blockiert ist. Ist dies der Fall, wechseln Sie ihn aus.
  • Stellen Sie sicher, dass der der Deckel des Atemluftbefeuchters geschlossen und die Befeuchterkammer richtig eingesetzt ist.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie nicht die Start/Stopptaste verwenden, um nachts die LCD-Anzeige einzuschalten, da dies Ihre Therapie stoppt.
  • Überprüfen Sie, ob eine Nachricht angezeigt wird. Ist dies der Fall, folgen Sie den Anweisungen, um die Nachricht zu löschen oder wenden Sie sich an Ihren Leistungserbringer oder Fachhändler.
  • Ziehen Sie den Stecker des Gerätes aus der Steckdose, und stecken Sie ihn dann wieder ein.
  • Gegebenenfalls kann es zu Störungen in der Stromversorgung kommen, die zu einem Abschalten des Gerätes führen. Prüfen Sie, ob gleichzeitig noch andere Geräte ausgeschaltet sind (z.B. Wecker).

Kann mit keinem dieser Vorschläge das Problem behoben werden, wenden Sie sich an Ihren Leistungserbringer.

Ich leide an einem trockenen Rachen bzw. Nasenverstopfungen, wenn ich das Therapiegerät verwende. Welche Möglichkeiten habe ich?

Versuchen Sie die Verwendung eines Atemluftbefeuchters. Während der Schlafapnoetherapie kann es manchmal zu Trockenheit von Hals, Nase und Mund kommen. Diese Symptome entstehen, weil der vom Therapiegerät erzeugte Luftfluss die natürliche Befeuchtungsfähigkeit Ihres Atmungssystems übersteigt. Atemluftbefeuchter und beheizbare Schläuche können die Feuchtigkeit in der Luft, die Sie einatmen, erhöhen und dadurch diese Symptome reduzieren und die Therapie angenehmer machen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Schlafmediziner über Nasentropfen/Nasenspray. Wenn Sie Nasenallergien haben oder Ihre Nase verstopft ist, atmen Sie möglicherweise nachts durch den Mund. Das trocknet den Rachen und Mund aus und kann sich negativ auf Ihre Schlafapnoe-Therapie auswirken. In diesem Fall könnte nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt ein abschwellendes Mittel oder ein Antihistamin für Abhilfe sorgen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Fachhändler über Kinnbänder. Wenn Sie während der Schlafapnoe-Therapie an Trockenheit von Nase und Mund leiden, liegt das vielleicht daran, dass Siemit offenem Mund schlafen. Dieses Problem könnte mit einem Kinnband gelöst werden, das Ihren Mund nachts geschlossen hält.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über den Wechsel zu einer Full Face Maske. Chronische Nasenallergien und andere Nasenprobleme wie die Verkrümmung der Nasenscheidewand können das Atmen durch die Nase erschweren. Eine mögliche Lösung sind Full Face Masken, die sicherstellen, dass Sie therapiert werden, unabhängig davon ob Sie durch die Nase oder durch den Mund atmen.

Ich habe Schwierigkeiten, während der Therapie einzuschlafen. Gibt es Abhilfe?

Alle Atemtherapiegeräteeinstellungen müssen gemäß der relevanten Gebrauchsanweisung festgelegt und mit Ihrem Arzt oder Schlafmediziner besprochen und bestätigt werden, der die folgenden Lösungen in Erwägung ziehen kann:

  • Versuchen Sie die Verwendung der "Rampenoption" an Ihrem Atemtherapiegerät. Die Rampenfunktion soll die Behandlung angenehmer machen. Indem das Gerät zunächst auf einen niedrigeren als den verordneten Druck eingestellt wird, können Sie sich nachts langsam an die Therapie gewöhnen, bevor der Druck über maximal 45 Minuten auf den vollen Therapiedruck erhöht wird. Die Rampenfunktion sorgt dafür, dass das Therapiegerät den verordneten Therapiedruck langsamer erreicht und Sie deshalb mehr Zeit haben, bequem einzuschlafen.
  • Probieren Sie ein APAP-Therapiegerät (automatischer positiver Atemwegsdruck) aus. Wenn sich Ihre Druckbedürfnisse im Verlauf der Nacht ändern, könnte vielleicht ein AutoSet™ Therapiegerät von ResMed eine Lösung darstellen. Diese Therapiegeräte passen den Druck im Verlauf der Nacht automatisch an Ihre individuellen Beatmungsbedürfnisse an.

  • Versuchen Sie die Verwendung der EPR-Funktion. Auf der S9™ Plattform basierende Atemtherapiegeräte verfügen über eine exspiratorische Druckabsenkungsfunktion (EPR), mit der Druck beim Ausatmen gesenkt wird. Diese Funktion kann für ein natürlicheres und angenehmeres Ausatmen sorgen.
  • Denken Sie daran, dass die Gewöhnung an die Therapie eine Weile dauern kann. Die meisten Patienten brauchen Zeit, bevor sie sich mit einem Therapiegerät und einer Maske wohl fühlen. Einige Patienten gewöhnen sich schneller an die Maske, wenn sie diese bei laufendem Therapiegerät tagsüber tragen, z. B. beim Fernsehen. Haben Sie Geduld mit sich.

Wenn die Schwierigkeiten beim Einschlafen mit dem Atemtherapiegerät bestehen bleiben, holen Sie weitere Tipps und Ratschläge bei Ihrem Leistungserbringer ein.

Wie kann ich das Völlegefühl verhindern?

Bei einigen Patienten kann die Verwendung eines Therapiegerätes zu Völlegefühl führen, insbesondere am Anfang der Therapie. Alle Atemtherapiegeräteeinstellungen müssen gemäß Gebrauchsanweisung festgelegt und mit Ihrem Arzt oder Schlafmediziner besprochen und bestätigt werden. Zusammen können Sie dann die folgenden Lösungen in Erwägung ziehen:

  • Versuchen Sie zu vermeiden, Luft zu schlucken. Wenn Sie gerade erst mit der Schlafapnoe-Therapie begonnen haben, schlucken Sie möglicherweise Luft, statt normal zu atmen. Das Schlucken von Luft kann zu Völlegefühl und Blähungen führen. Versuchen Sie, so normal wie möglich zu atmen, wenn Sie das Therapiegerät verwenden.
  • Probieren Sie ein APAP-Therapiegerät (automatischer positiver Atemwegsdruck) aus. Wenn sich Ihre Druckbedürfnisse im Verlauf der Nacht ändern, könnte vielleicht ein AutoSet-Therapiegerät von ResMed eine Lösung darstellen. Diese Geräte passen den Druck im Verlauf der Nacht automatisch an Ihre Atemmuster an. Indem die AutoSet-Therapiegeräte weniger Druck bereitstellen, wenn Sie weniger Druck benötigen, kann das Völlegefühl verhindert werden. Besprechen Sie diese Option mit Ihrem Arzt, der Sie im Hinblick auf alle Änderungen bei Ihrer Therapie beraten kann.

Wie kann ich durch die Therapie verursachte Ohren- oder Nasennebenhöhlenbeschwerden mildern?

Wenn Sie Nasenallergien haben oder Ihre Nase verstopft ist, atmen Sie möglicherweise nachts durch den Mund. Dadurch können Ihr Mund und Rachen ausgetrocknet werden.

Wir empfehlen dringend, bei jedem medizinischen Equipment (Maske, Atemtherapiegerät oder anderem Therapiegerät) stets die Gebrauchsanweisung zu konsultieren, wenn es um die Anpassung Ihrer Therapieeinstellungen geht. In Anbetracht dessen können Sie auch ein APAP-Atemtherapiegerät (automatischer positiver Atemwegsdruck) ausprobieren.

AutoSet-Geräte von ResMed sind für Patienten mit sich im Verlauf der Nacht ständig ändernden Druckbedürfnissen konzipiert. Sie passen die Therapiedrücke an Ihre individuellen Beatmungsbedürfnisse an. So kann ein insgesamt niedrigerer Druck gewählt werden. Besprechen Sie dies mit Ihrem Schlafmediziner.

Wenn keine der obigen Lösungen für Abhilfe sorgt oder auf Sie zutrifft, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Schlafmediziner, um die Therapie nochmals zu überprüfen.

Wo sollte ich mein Atemtherapiegerät aufstellen? Kann ich es unter mein Bett stellen?

Sie sollten Ihr Gerät auf einem stabilen Nachttisch aufstellen. Es darf sich während der Verwendung nicht in einer Schublade oder auf dem Fußboden befinden. Vergewissern Sie sich, dass die Umgebung des Gerätes trocken und sauber ist und sich in diesem Bereich kein Bettzeug, keine Kleidungsstücke oder andere Gegenstände befinden, die Lufteinlassöffnung blockieren oder das Netzteil bedecken können.

Wie oft muss ich den Filter auswechseln? Und wie gehe ich da vor?

Unter normalen Umständen empfehlen wir, einen Standard-Luftfilter bzw. den Hypoallergenfilter mindestens alle sechs Monate auszuwechseln. Der Luftfilter muss jedoch umgehend ausgewechselt werden, wenn er beschädigt ist, Risse aufweist oder durch Staub bzw. Schmutz blockiert ist.

Anweisungen zum Auswechseln des Filters finden Sie in der Gebrauchsanweisung zu Ihrem Atemtherapiegerät. Sie können die Gebrauchsanweisung auch im Support-Abschnitt dieser Website herunterladen.

Ich möchte Strom sparen. Muss mein Gerät stets eingeschaltet bleiben?

Wir empfehlen, zum Stromsparen den Energiesparmodus zu verwenden, indem Sie 3 Sekunden lang die Start-/Stopptaste drücken. Wenn Sie außerdem noch Ihr Gerät vom Stromnetz trennen möchten, warten Sie nach Beendigung der Therapie mindestens 2 Minuten lang.

Wenn Sie Telemonitoring verwenden, kontaktieren Sie Ihren Leistungserbringer, da es sein kann, dass Ihr Gerät am Stromnetz angeschlossen bleiben muss, um Ihre Daten zu senden.

Was ist EPR? Wann sollte ich sie ändern und wie?

EPR steht für "Expiratory Pressure Relief" und bedeutet " exspiratorische Druckabsenkung". Mit EPR wird die Atemarbeit beim Ausatmen reduziert, indem ein sanfterer Druck bereitgestellt wird, der sich ganz natürlich an Ihren Atemzyklus anpasst.

Je nachdem, was Ihr Arzt oder Leistungserbringer für Sie eingerichtet hat, können Sie den Grad der Absenkung möglicherweise ändern, wenn Sie das Gefühl haben, mehr Komfort beim Ausatmen zu benötigen.

Haben Sie noch Fragen zur Gewöhnung an die CPAP-Therapie, die hier nicht angesprochen wurden? Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihren Leistungserbringer.

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