Langzeit-Sauerstofftherapie

Was ist eine Langzeit-Sauerstofftherapie und für wen ist sie gedacht?

Bei dieser Therapieform wird zusätzlicher Sauerstoff verabreicht, z. B. über eine Nasenkanüle. Sie wird Ihnen vom Arzt verschrieben, um die Sauerstoffversorgung in Ihrem Körper zu verbessern und so normale Sauerstoffkonzentrationen im arteriellen Blut aufrechtzuerhalten.

Bei gesunden Personen wird über die normale Atemluft ausreichend Sauerstoff von den Lungen absorbiert, aber bei bestimmten Erkrankungen sind manche Menschen nicht mehr in der Lage, Sauerstoff in ausreichender Menge aufzunehmen. Zu solchen Erkrankungen gehören u.a.:

  • COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung)
  • Lungenentzündung
  • Asthma
  • Spätstadium Herzinsuffizienz
  • Mukoviszidose
  • Sonstige Atemwegs- und Lungenerkrankungen

Ob Sie zusätzlichen Sauerstoff benötigen, entscheidet ein Arzt anhand einer Messung des arteriellen Sauerstoffgehalts im Blut. Die Sauerstoffsättigung wird üblicherweise mittels Oximeter bestimmt, eine schmerzfreie, nicht-invasive Methode mit Lichtwellen oder über einen arteriellen Bluttest.



Was sind die Ziele der Langzeit-Sauerstofftherapie?

Das primäre Ziel von zusätzlichem Sauerstoff ist das Aufrechterhalten der Sauerstoffsättigung auf normalem Niveau (zwischen 95 und 100 %), damit Ihr Körper richtig funktionieren kann.

Weitere positive Auswirkungen der Sauerstofftherapie :

  • Linderung von Hypoxämie (niedriger Sauerstoffgehalt im Blut)
  • Aufrechterhaltung einer ausreichenden Sauerstoffsättigung in lebenswichtigen Geweben und Organen
  • Verringerung der Atemarbeit



Wie wird der Sauerstoff verabreicht?

Wenn die Sauerstoffsättigung zu niedrig ist, wird zusätzlicher Sauerstoff vom Arzt verschrieben und mithilfe eines der folgenden Geräte verabreicht:

  1. Mobile Sauerstoffkonzentratoren
  2. Sauerstoffzylinder mit Druck- oder Flüssiggas
  3. Stationäre Sauerstoffkonzentratoren



Jedes dieser Sauerstoffgeräte verbessert die Sauerstoffsättigung, indem es Sauerstoff in höheren Konzentrationen zur Verfügung stellt, als die Umgebungsluft enthält (normalerweise 21 %). Der Arzt ermittelt, wie viel Sauerstoff Sie benötigen und mit welcher Dosis er verabreicht werden soll.

In den meisten Fällen wird der Sauerstoff über eine Nasenkanüle verabreicht. Diese besteht aus einem Kunststoffschlauch der über 2 Nasenkanülen in die Nasenlöcher eingesetzt wird. In manchen Fällen kann bei Bedarf auch eine Fullface-Maske oder ein Trachealtubus verwendet werden.

Nach Therapiebeginn sollten Sie regelmäßig zur Kontrolluntersuchung gehen, um sicherzustellen, dass Sie die für Sie passende Sauerstofftherapie erhalten.

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