Tipps für schnelle NIV-Akzeptanz im Krankenhaus

Eine erfolgreiche NIV hängt von einer ganzen Reihe Faktoren ab. Einer der wichtigsten Faktoren ist die Therapieakzeptanz durch die Patienten. Dieser Artikel enthält Tipps, wie Sie Ihre Patienten anregen können, sich schnell an die NIV zu gewöhnen.

Auswahl des Therapie-Equipments

Zur Auswahl des geeigneten Equipments für eine NIV gehört die Auswahl des richtigen Beatmungsgeräts für die Behandlung, die richtige Schlauchsystemkonfiguration sowie eine geeignete NIV-Maske.

NIV-Masken mit Luftauslassöffnungen (die die Abführung des ausgeatmeten CO2 über die Ausatemöffnungen der Masken erlauben) werden mit Geräten verwendet, die ein Einschlauchsystem erfordern.

NIV-Masken ohne Luftauslassöffnungen werden mit Geräten verwendet, die über ein eingebautes Exspirationsventil im Schlauchsystem verfügen, oder die es den Patienten erlauben, durch den Exspirationsblock auszuatmen (verwendet mit einem Doppelschlauchsystem). Hier finden Sie weitere Informationen zu unseren verschiedenen AcuCare Masken.  

Sie können auch Filter oder einen Atemluftbefeuchter gemäß Ihren Krankenhausrichtlinien verwenden.

Erklären Sie Ihrem Patienten die Therapie.

Stellen Sie sicher, dass Ihr Patient versteht, was Sie vorhaben. Das sorgt für Kooperationsbereitschaft und beseitigt Ängste.

Positionieren Sie Ihre Patienten

Lagern Sie Ihre Patienten in aufrechter Position, um die Atemarbeit zu reduzieren, Lungenexpansion zu optimieren und den Komfort zu verbessern.

Maske auswählen

Stellen Sie sicher, dass Sie die korrekte Maske gewählt haben (Tipp: bei AcuCare Masken von ResMed nutzen Sie die Anpassungsschablone, die auf der Seite der Packung zur Verfügung steht, um eine schnelle, einfache und genaue Auswahl zu gewährleisten).

Richten Sie das Beatmungsgerät ein und beginnen Sie mit der Therapie.

Ist das Beatmungsgerät mit dem richtigen Schlauchsystem und der richtigen Maske eingerichtet, müssen Sie unter Umständen einen Schlauchtest durchführen. Weitere Informationen hierzu finden Sie in den Herstellerrichtlinien ihres Beatmungsgerätes.

Beginnen Sie die Therapie mit niedrigem Druck. Halten Sie die Maske an das Gesicht Ihrer Patienten (oder lassen Sie Ihre Patienten die Maske selbst halten), bis diese sich an die Therapie gewöhnt haben. Legen Sie nun die Bänder an, welche die Maske in dieser Position halten, und erhöhen Sie den Druck langsam auf den erforderlichen Wert. Betreuen und unterstützen Sie Ihre Patienten.

Titrieren der Sauerstoffzufuhr

Titrieren Sie den Sauerstoffgehalt, den inspiratorischen und den exspiratorischen positiven Atemwegsdruck (IPAP/EPAP oder PS und PEEP). Das Ziel besteht darin, das korrekte ausgeatmete Atemzugvolumen zu erreichen, die Atemfrequenz zu überwachen, die Oxygenierung zu verbessern, die Atemarbeit zu reduzieren und den Patientenkomfort zu erhöhen.

Überwachung der Patienten

Überwachen und justieren Sie die Atemsynchronisation mithilfe des Beatmungsgeräts. Verhindern Sie Maskenleckagen durch das Verstellen der Bänder.

Überwachen Sie auch weiterhin Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung, Atemzugvolumen, Minutenvolumen, Atemarbeit sowie arterielles Blutgas je nach den jeweiligen Krankenhausrichtlinien.

Überwachen Sie den Komfort Ihrer Patienten, passen Sie die Maske und die Einstellungen nach Bedarf an und unterstützen Sie Ihre Patienten im weiteren Verlauf der Therapie.

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