Vergleich des S/T-Modus mit dem iVAPS-Modus bei einem COPD-Patienten1

Eine Fallstudie

Hideki Ishihara, Leiter des Department of Respiratory Medicine and Intensive Care Osaka Prefectural Medical Centre for Respiratory and Allergic Diseases, Japan.

Patientenanamnese

  • 83-jähriger Mann mit COPD
  • Acht Jahre NIV-Therapie (mit Mirage QuattroTM Maske) für Hypoventilation zusätzlich zu einer langfristigen Sauerstofftherapie
  • Erneute Einlieferung des Patienten, um NIV-Einstellungen anzupassen, aufgrund einer beobachteten nächtlichen Sauerstoffentsättigung.

Probleme mit der ursprünglichen Behandlung:

  • Der Patient beschwerte sich, dass Luft „eingepresst“ wurde, obwohl er das Bedürfnis hatte auszuatmen.
  • Auch das Einschlafen war unbehaglich.
  • ResScan zeigte periodische Leckagen an.
  • Trotz der Einstellungen kam es zur Entsättigung während des REM-Schlafs.
  • Deshalb war es notwendig, die Entsättigung zu verhindern und gleichzeitig den Komfort des Patienten zu verbessern.

Wechsel zum iVAPS-Modus

Grundlage für die Einstellungen

  • Das Zielventilationsvolumen wurde auf der Grundlage des im S/T-Modus gemessenen Atemzugvolumens mit Hilfe eines VA-Rechners berechnet und betrug 5,1 l/min.
  • Für den Min PS wurde die Voreinstellung von 2 cm H2O beibehalten. Der Max PS wurde vom S/T-Modus auf IPAP plus 1 cm HO eingestellt.
  • Insgesamt konnten mehrere Parameter verbessert werden, wie aus den Zahlen unten ersichtlich ist.
  • Im iVAPS-Modus konnte mehr spontane Atmung verzeichnet werden, und die alveoläre Zielventilation wurde erreicht.
  • Der Patient beschwerte sich nicht mehr über den hohen Druck beim Einschlafen. Aufgrund des besseren Komforts konnte eine bessere Therapietreue verzeichnet werden.
  • Mehr spontane inspiratorische und exspiratorische Trigger

 Schwächen

  • Es wäre empfehlenswert, die iBR auf die spontane Atemfrequenz des Patienten einzustellen (d. h.16 f/min) und den Ti Max nochmals zu überprüfen.
  • SpO2 konnte nicht normalisiert werden, obwohl der Druck den Max PS erreichte. Deshalb sollten möglicherweise der Max PS und der EPAP erhöht werden.

Schlussfolgerungen

  • COPD-Patient, bei dem es zu nächtlichen Sauerstoffentsättigungen kam, wurde mit S/T-Modus und iVAPS-Modus behandelt.
  • Der iVAPS-Modus verbesserte den Komfort und die Beatmung des Patienten.
  • Bei der Umstellung der Einstellungen vom S/T-Modus auf den iVAPS-Modus muss sorgfältig vorgegangen werden.
  • Mit optimierten Einstellungen sollte bei diesem Patienten ein normalisierter Gasaustausch erreicht werden.

Quellenangabe

  • 01

    Übernommen von: Teijin Pharma Limited