SERVE-HF, die weltweit umfangreichste Studie zum Thema schlafbezogene Atmungsstörungen bei Herzinsuffizienz, beendet Anwerbung

Ergebnisse werden für 2016 erwartet und sollen die Auswirkungen einer effizienten Behandlung von zentraler Schlafapnoe auf Morbidität und Mortalität von Patienten mit Herzinsuffizienz nachweisen.

AMSTERDAM, 3. September 2013 -- ResMed (NYSE: RMD), weltweit führend in der Schlaf- und Beatmungsmedizin, gab heute auf dem European Society of Cardiology Congress 2013 bekannt, dass die Anmeldung für SERVE-HF beendet wurde.1 SERVE-HF ist eine internationale randomisierte Studie mit 1.325 Teilnehmern zur Untersuchung, inwieweit die Behandlung von zentralen schlafbezogenen Atmungsstörungen (zentraler Schlafapnoe) die Überlebenserwartung und Behandlungsergebnisse von Patienten mit stabiler Herzinsuffizienz verbessert.

Rund 14 Millionen Menschen in Europa leben mit Herzinsuffizienz, und schlafbezogene Atmungsstörungen sind bei diesen Patienten bekannte, weit verbreitete Begleiterkrankungen. Es wird geschätzt, dass 30-50 Prozent der Patienten mit Herzinsuffizienz potenziell dafür anfällig sind,3,4,5  sodass die Ergebnisse von SERVE-HF möglicherweise wichtige Auswirkungen für die künftige Behandlung dieser Patienten haben werden.

"Die Anwerbung von Teilnehmern für SERVE-HF stellte einen wichtigen Meilenstein für diese richtungsweisende Studie dar,"so Co-Principal Investigator, Professor Martin Cowie vom Royal Brompton Hospital in London. "Ein großer Teil unseres Erfolgs ist auf das Engagement der Mitarbeiter von SERVE-HF zurückzuführen sowie auf eine hervorragende Zusammenarbeit zwischen Schlafmedizinern und Kardiologen. Wir sehen nun den Ergebnissen in 2016 entgegen und einem besseren Verständnis, wie wichtig die Behandlung zentraler schlafbezogener Atmungsstörungen bei Patienten mit Herzinsuffizienz ist."

SERVE-HF wird erstmalig stichhaltige Beweise für die Auswirkungen einer effizienten Behandlung auf die Gesundheit von Patienten mit Herzinsuffizienz liefern, die unter zentralen schlafbezogenen Atmungsstörungen leiden. Die Studie begann in 2008 und wird von ResMed finanziert. Sie wurde als fallbezogene Studie entwickelt und wird voraussichtlich Mitte 2015 beendet. Ergebnisse werden für das erste Halbjahr 2016 erwartet.

Zentrale schlafbezogene Atmungsstörungen (zentrale Schlafapnoe) 

Studien haben ergeben, dass Patienten mit einem zu- und abnehmenden Atemmuster, der so genannten zentralen Schlafapnoe mit Cheyne-Stokes-Atmung (ZSA-CSA), eine schlechtere und niedrigere Lebenserwartung haben.6,7,8 Zwischen 30 und 50 Prozent der Patienten mit Herzinsuffizienz können unter zentralen schlafbezogenen Atmungsstörungen leiden,3,4,5 , das heißt, dass dieser Zustand wahrscheinlich Millionen von Patienten in Europa betrifft, die mit stabiler Herzinsuffizienz leben. Studien haben jedoch bisher ergeben, dass eine Behandlung von ZSA-CSA mit PaceWaveTM adaptiven Servo-Ventilatoren (ASV) während des Schlafs die Atmung normalisiert, schlafbezogene Atmungsstörungen kontrolliert, die Herzfunktion verbessert7 und möglicherweise zu einer höheren Lebenserwartung und einer verbesserten Lebensqualität führt.8,9,10

Über SERVE-HF11

SERVE-HF wird an über 80 Standorten in Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland, Australien, der Schweiz, den Niederlanden und der Tschechischen Republik durchgeführt.

Hauptziel der Studie ist es, festzustellen, ob eine Behandlung von ZSA-CSA mit der ASV-Technologie für Atemminutenvolumen des PaceWave™ von ResMed (in AutoSet CS™ und VPAP™ Adapt Geräten) die Lebenserwartung dieser Patienten erhöht und die durch Krankenhauseinweisungen entstehende Belastung reduziert. ASV ist eine intelligente Methode der nicht-invasiven Beatmung, die die Atemmuster von Patienten mit schlafbezogenen Atmungsstörungen nachts fortwährend kontrolliert und stabilisiert.

"Ziel von SERVE-HF ist nicht nur die Untersuchung der Lebenserwartung, sondern auch die Erforschung, ob die adaptive Servoventilation die Lebensqualität, den Schlaf und physiologische Veränderungen, die mit Herzinsuffizienz einhergehen, verbessert", so Professor Cowie. "Zusätzlich wird eine gesundheitsökonomische Analyse durchgeführt, um die potenziellen wirtschaftlichen Vorteile der Behandlung zu untersuchen."

"Aufgrund der Prävalenz von zentraler Schlafapnoe bei Patienten mit Herzinsuffizienz, insbesondere bei Männern, könnte ihre Behandlung grundlegende Verbesserungen für künftige Behandlungsergebnisse von Herzinsuffizienz bedeuten", fügte Co-Principal Investigator, Professor Helmut Teschler, Chefarzt der Pneumologie der Ruhrlandklinik  Essen, hinzu.

Obwohl zwischen schlafbezogenen Atmungsstörungen und Herzinsuffizienz ein anerkannter Zusammenhang besteht,9  sind in erster Linie Schlaf- und Beatmungsmedizin und nur in begrenztem Maße Kardiologen für die Diagnose, Behandlung und Verwaltung von schlafbezogenen Atmungsstörungen verantwortlich. Ziel der Studie ist eine erweiterte Einbeziehung von Kardiologen in die Behandlung von schlafbezogenen Atmungsstörungen bei Patienten mit Herzinsuffizienz.

Weitere Informationen zu der Studie sowie Updates und Neuigkeiten stehen auf der Website der SERVE-HF-Studie unter www.servehf.com zur Verfügung.

ANMERKUNGEN AN DIE REDAKTEURE

Schlafbezogene Atmungsstörungen und Herzinsuffizienz: Eine europäische Arbeitsgruppe 

Am Montag, 2. September 2013, trifft sich erstmals eine neue Europäische Arbeitsgruppe, die sich insbesondere um die Erkennung von bisher nicht abgedeckten Bedürfnissen und der Verbesserung der Behandlungsergebnisse bei Patienten mit Herzinsuffizienz und schlafbezogenen Atmungsstörungen kümmern wird. Die  Arbeitsgruppe , zu der eine Reihe erfahrener Fachleute aus den Bereichen Kardiologie und Schlafstörungen gehören, wird die nächsten zwei Jahre damit verbringen,  ResMed bei der Verbesserung der Fortbildung und Aufklärung zur optimalen Behandlung dieser Patienten zu unterstützen.  

Über ResMed

ResMed ist ein führender Entwickler, Hersteller und Anbieter von medizinischem Equipment zur Behandlung und Diagnose von schlafbezogenen und anderen Atmungsstörungen. Unser Ziel ist die Entwicklung innovativer Produkte, die die Lebensqualität von Patienten verbessern, die unter diesen Erkrankungen leiden, sowie die Aufklärung von Patienten und Medizinern über die potenziell ernsthaften Gesundheitsfolgen von unbehandelten schlafbezogenen Atmungsstörungen. Weitere Informationen zu ResMed erhalten Sie unter ResMed, visit www.resmed.com.

Medienkontakte 

Weitere Informationen oder Stellungnahmen zu SERVE-HF oder der europäischen Arbeitsgruppe zu schlafbezogenen Atmungsstörungen bei Herzinsuffizienz erteilt:

Tim Cockroft

RM Eclipse

+44 207 861 2805

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Odile Bigaignon

Cardiology Director, Europa

ResMed 

+33 426 100 245

+33 6 26 38 55 58

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Holger Woerhle

SERVE-HF Study Medical Director und Medical Director, Europa

ResMed 

+49 160 538 60 00

Holger.Woehrle@resmed.com   

Gretchen Griswold

Director, Global Corporate Communications

ResMed

+1 858 836 6789

Gretchen.Griswold@resmed.com

Quellenangaben

1 Cowie M, Teschler H. Treatment of predominant central sleep apnoea by adaptive servo ventilation in patients with heart failure (Serve-HF). Erhältlich bei: http://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT00733343 [letzter Zugriff, Juli 2013].

2 Daten zur Herzinsuffizienz in Europa sind lückenhaft. Eine häufige Schätzung geht von 14 Millionen Europäern aus (J Am Coll Cardiol 2009;53:1960-64), was in etwa ~3,3 % oder Bevölkerung der EU27 ausmachen würde. A comparison of population-based heart failure prevalence in Framingham, Ma (NHLBI, 2006 Chart Book on Cardiovascular and Lung Diseases, Table 5-42) and in the Dutch city of Rotterdam (sieheEuropean Heart Journal 1999 Mar;20(6):447-55) which suggests roughly comparable rates of heart failure prevalence (~3.5%).

3 Akiko Noda et al. Therapeutic strategies for sleep apnea in hypertension and heart failure. Pulmonary Medicine 2013;814169.  

4 Olaf Oldenburg et al., Sleep-disordered breathing in patients with symptomatic heart failure. European Journal of Heart Failure 2006;doi:10.1016/j.ejheart.2006.08.003.

5 Paulino et al. Prevalence of sleep-disordered breathing in a 316-patient French cohort of stable congestive heart failure. Archives of Cardiovascular Disease 2009;102:169-75.

6 Pina et al. Pathophysiological and clinical relevance of simplified monitoring of nocturnal breathing disorders in heart failure patients. European Journal of Heart Failure 2009;11:264-72;doi:10.1093/eurjhf/hfp006

7 Sharma et al. Adaptive servo-ventilation for treatment of sleep-disordered breathing in heart failure: A systematic review and meta-analysis. Chest 2012;142(5):1211-21.

8 Carole Philippe et al. Compliance with and efficacy of adaptive servo-ventilation (ASV) versus continuous positive airway pressure (CPAP) in the treatment of Cheyne-Stokes respiration in heart failure over a six month period. Heart 2006;92(3):337-42.Epub 2005 Jun 17.

9 Carmona-Bernal et al. Quality of life in patients with congestive heart failure and central sleep apnea. Sleep Medicine 2008;9(6):646-51.

10 Olaf Oldenburg. Cheyne-Stokes Respiration in Chronic Heart Failure – Treatment With Adaptive Servoventilation Therapy. Circulation Journal 2012;Vol.76.

11 Martin Cowie et al. Rationale and design of the SERVE-HF study: treatment of sleep-disordered breathing with predominant central sleep apnoea with adaptive servo-ventilation in patients with chronic heart failure. Eur J Heart Fail 2013;15(8):937-43.