Schlafbezogene Atmungsstörungen und positiver Atemwegsdruck

Die unbehandelte OSA wird mit einer Reihe von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einschließlich Bluthochdruck, koronaren Herzerkrankungen, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen, Schlaganfällen und sogar Todesfällen in Verbindung gebracht.1 Zusätzlich zur kardiovaskulären Morbidität und Mortalität steht die unbehandelte OSA auch mit einer Reihe von anderen negativen Auswirkungen in Verbindung wie der übermäßigen Tagesschläfrigkeit, verminderten kognitiven Funktionen (z. B. einer Verminderung der Aufmerksamkeit, der motorischen Funktionen und des Erinnerungsvermögens) sowie einer schlechten Lebensqualität.2

CPAP wurde erstmals 1981 von Professor Colin Sullivan beschrieben. Professor Sullivan behandelte fünf Patienten mit schwerer OSA mit CPAP (kontinuierlich positivem Atemwegsdruck), der über einen Schlauch und eine Maske über die Nase zugeführt wurde. CPAP wirkt wie ein Luftkeil, durch den ein Kollabieren der Atemwege im Schlaf verhindert wird. Die Behandlung gilt als sicher, sie ist nicht-invasiv und hochwirksam bei OSA.3

Die Behandlung mit kontinuierlich positivem Atemwegsdruck (CPAP) gilt als Goldstandard bei OSA. Sie hat nachweislich das Risiko von tödlichen und nicht-tödlichen Herz-Kreislauf-Vorfällen reduziert und die Mortalitätsraten im Vergleich zu unbehandelter OSA gesenkt4-6. Bei therapietreuen Patienten hat die CPAP-Therapie außerdem mit OSA assoziierte Symptome wie übermäßige Tagesschläfrigkeit, verminderte kognitive Funktionen und reduzierte Lebensqualität verbessert. 7,8

Quellenangaben

  • 01

    Shahar E, Whitney CW, Redline S, et al. Sleep-disordered breathing and cardiovascular disease: cross-sectional results of the Sleep Heart Health Study. American journal of respiratory and critical care medicine 2001;163:19-25.

  • 02

    Engleman HM, Douglas NJ. Sleep. 4: Sleepiness, cognitive function, and quality of life in obstructive sleep apnea/hypopnoea syndrome. Thorax 2004;59:618-22.

  • 03

    Sullivan CE, Issa FG, Berthon-Jones M, Eves L. Reversal of obstructive sleep apnoea by continuous positive airway pressure applied through the nares. Lancet 1981;1:862-5.

  • 04

    Buchner NJ, Sanner BM, Borgel J, Rump LC (2007) Continuous positive airway pressure treatment of mild to moderate obstructive sleep apnea reduces cardiovascular risk. Am J Respir Crit Care Med 176(12):1274–1280.

  • 05

    Campos-Rodriguez F, Pena-Grinan N, Reyes-Nunez N, De la Cruz-Moron I, Perez-Ronchel J, De la Vega-Gallardo F, Fernandez-Palacin A (2005) Mortality in obstructive sleep ap- nea–hypopnea patients treated with positive airway pressure. Chest 128(2):624-633.

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    Avlonitou E, Kapsimalis F, Varouchakis G, Vardavas CI, Behrakis P (2011) Adherence to CPAP therapy improves quality of life and reduces symptoms among obstructive sleep apnea syndrome patients. Sleep Breath.

  • 08

    Giles TL, Lasserson TJ, Smith BH, White J, Wright J, Cates CJ. Continuous positive airways pressure for obstructive sleep apnoea in adults. The Cochrane database of systematic reviews 2006:Cd001106.

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