COPD Diagnose und Therapie

Wie wird COPD diagnostiziert?

Wenn Ihr Arzt eine COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) diagnostiziert, tut er das aufgrund Ihrer Symptome, Ihrer Anamnese, einer körperlichen Untersuchung und eines Atemtests, auch als Spirometrie1 bekannt.

Bei einer Spirometrie blasen Sie in ein Röhrchen, wobei das Luftvolumen und der Druck beim Ausatmen gemessen werden. Einige Ärzte empfehlen auch eine Röntgenaufnahme oder ein CT, um ein besseres Bild von Ihrer Lunge zu erhalten. In einigen Fällen werden auch Bluttests gemacht, um den Sauerstoff (O2)- und Kohlendioxidgehalt (CO2) in Ihrem Blut zu bestimmen.

Wie wird COPD therapiert?

Auch wenn es für COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) im Moment keine Heilung gibt, so gibt es doch Therapieansätze, um die Symptome zu lindern und den Krankheitsverlauf auf lange Sicht zu verlangsamen.

Unter anderem:

  1. Nicht mehr rauchen. Wenn sie Raucher sind, ist das die effektivste Methode, um ein Fortschreiten der Krankheit zu verhindern. 2
  2. Medikamente. Das können Inhalate, Steroide oder auch Antibiotika sein, um die Krankheit in den Griff zu bekommen und starken Schüben (auch als akute Exazerbationen bekannt) vorzubeugen. 2
  3. Pulmonale Rehabilitation. Eine Kombination aus körperlichem und geistigem Training, damit Sie die Symptome besser einordnen und besser mit Ihrer Krankheit umgehen können. 2
  4. Ernährungsumstellung. Manche COPD Patienten fühlen sich nach einer Ernährungsumstellung besser..2
  5. Sauerstofftherapie. Bei Patienten, die keine ausreichende Sauerstoffsättigung im Blut haben (auch Hypoxie genannt), hilft eine Sauerstofftherapie.2
  6. Nicht-invasive Beatmung (NIV). Mit einer zusätzlichen NIV-Therapie wird die Atemnot gelindert, die Atemfrequenz, der Blutgasaustausch2 und auch die Lebensqualität3 werden verbessert.

Wie kann die nicht-invasive Beatmung bei der COPD Therapie helfen?

COPD beeinträchtigt Ihre normale Atmung (genug Sauerstoff ein- und genug Kohlendioxid ausatmen) und kann zu zwei Problemstellungen führen:

  1. Nicht genug Sauerstoff im Blut (Hypoxie)
  2. Zu viel Kohlendioxid im Blut (Hyperkapnie)

Die Sauerstofftherapie hilft bei niedrigem Sauerstoffgehalt im Blut, aber nicht bei Kohlendioxid-Retention; die nicht-invasive Beatmung dagegen schon. 4

Die Tatsachen sprechen für sich - kürzere Krankenhausaufenthalte, weniger Wiedereinlieferungen, weniger invasive Intubationen5, verbesserte Überlebensraten, mehr Lebensqualität3 – die NIV Therapie kommt daher bei bestimmten Patienten immer häufiger neben herkömmlichen Behandlungsmethoden zum Einsatz.

Sollten Sie hyperkapnische Symptome wie Atemnot oder morgendliche Kopfschmerzen haben, fragen Sie Ihren Arzt nach nicht-invasiver Beatmung.

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Quellen

  • 01

    Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD). “Global Strategy for the Diagnosis, Management and Prevention of COPD, 2015.” Goldcopd.com. http://www.goldcopd.org/uploads/users/files/GOLD_Report_2015_Sept2.pdf (accessed November 9, 2015)

  • 02

    McKenzie DK et al. The COPDX Plan: Australian and New Zealand Guidelines for the management of Chronic Obstructive Pulmonary Disease 2003. Med J Aust. 2003;178(6):S15-29.

  • 03

    Köhnlein T et al. Non-invasive positive pressure ventilation for the treatment of severe, stable chronic obstructive pulmonary disease: a prospective, multicentre, randomised, controlled clinical trial. Lancet Respir Med. 2014;2:698-705.

  • 04

    Brill SE and Wedzicha JA. Oxygen therapy in acute exacerbations of chronic obstructive pulmonary disease. Int J Chron Obstruct Pulmon Dis. 2014;9:1241–1252.

  • 05

    Galli JA et al. Home non-invasive ventilation use following acute hypercapnic respiratory failure in COPD. Respir Med. 2014;108(5):722-8.

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