Innovation und Technologie

Algorithmen



AutoSet

Im AutoSet-Modus stellt das Gerät nur so viel Druck bereit, wie erforderlich ist, um die oberen Atemwege offen zu halten. Der AutoSet-Algorithmus reguliert den Therapiedruck in Abhängigkeit von drei Parametern: inspiratorische Flusslimitation, Schnarchen und Apnoe. Das Therapiegerät analysiert den Zustand der oberen Atemwege des Patienten bei jedem Atemzug und führt abhängig vom Grad der Obstruktion Druck innerhalb des zulässigen Bereichs zu.

Verfügbar auf den AirSense 10 AutoSet Geräten.

VAuto-Modus

Ein automatischer BiLevel-Modus, der OSA-Patienten, die mehr Druckunterstützung benötigen, eine angenehme Therapie bereitstellt. VAuto, das auf dem AutoSet-Algorithmus basiert und den natürlichen Komfort der Easy-Breathe-Waveform bietet, passt den Nullliniendruck so an, dass die Atemwege bei gleichbleibendem Druck offen gehalten werden.

Dieser Modus ist für das AirCurve 10 CS PaceWave und das AirCurve 10 VAuto verfügbar.

S-Modus

Der S-Modus bietet gleichbleibenden Druck und eine wirksame, angenehme Therapie für eine Vielzahl von Patienten. Er ist insbesondere für CPAP-Patienten zu empfehlen, die Probleme mit der Therapietreue haben. Im S-Modus können zwei Arten von Druck eingestellt werden – einer für die Inspiration (IPAP) und einer für die Exspiration (EPAP). Das Atemtherapiegerät erkennt, wenn der Patient ein- bzw. ausatmet und führt den entsprechenden Druck zu. Die Differenz zwischen IPAP und EPAP hilft dabei, das Atemzugvolumen zu bestimmen. (Informationen zu ähnlichen Funktionen finden Sie in den Abschnitten „Inspiratorischer und exspiratorischer Trigger“, „TiControl™“ und „Easy-Breathe“.)

Auf dem AirCurve 10 S Gerät verfügbar.

Technische Funktionsmerkmale

 

AutoSet-Reaktion

Der AutoSet-Algorithmus von ResMed ermöglicht nun mit der neuen Funktion AutoSet-Reaktion eine zusätzliche Anpassung der Therapie. Diese bietet alle Vorteile des verbesserten AutoSet-Algorithmus mit sanfter Erhöhung der Druckwerte für zusätzlichen Komfort.

Bei Patienten, die empfindlich auf schnelle Druckänderungen während der Therapie reagieren, kann AutoSet-Reaktion auf Standard oder Sanft eingestellt werden. Bei der Einstellung „Sanft“ wird der Druck während der Therapie langsamer erhöht.

Patienten, die Funktion AutoSet-Reaktion nutzen, profitieren weiterhin von der AutoSet-Technologie von ResMed, einschließlich ZSA-Erkennung.

Verfügbar auf den AirSense 10 AutoSet Geräten.

Auto-Rampe

Die neue Funktion Auto-Rampe mit Einschlaf-Erkennung trägt vom Einschalten des Gerätes an zu einer angenehmeren Therapie bei. Diese in die AirSense 10-Therapiegeräte von ResMed integrierte Rampenfunktion wird automatisch aktiviert, sodass Sie keine Zeit mehr für die individuellen Rampeneinstellungen eines jeden Patienten aufwenden müssen.

Sobald der Patient sein Therapiegerät einschaltet, wird die Funktion Auto-Rampe aktiviert und führt zunächst niedrigere Druckwerte zu, um dem Patienten das Einschlafen zu erleichtern. Mit Hilfe der einzigartigen Einschlaferkennung kann das Therapiegerät erkennen, dass der Patient eingeschlafen ist und dann den Druck auf angenehme Weise auf den verordneten Druck erhöhen. Auf diese Weise wird den Patienten der verordnete Druck vom Augenblick des Einschlafens an verabreicht.

Mit Anstiegszeiten, die sich automatisch und individuell an das Schlafmuster eines jeden Patienten anpassen, sorgt Auto-Rampe dafür, dass Ihre Patienten einen speziell auf sie abgestimmten Therapiestart erhalten und jeden wertvollen Augenblick der Therapiezeit voll ausnutzen.

Wird in den AirSense 10 Elite und AirSense 10 AutoSet Therapiegeräten eingesetzt.

Zentrale Apnoe-Erkennung (ZSA)

Die ZSA-Erkennung zur Zustandsbestimmung der Atemwege des Patienten während einer Apnoe erfolgt mit Hilfe der forcierte Oszillationstechnik (FOT). Nachdem eine Apnoe erkannt wurde, werden dem aktuellen Gerätedruck kleine Druckschwankungen (1 cm H2O Spitzendruck bei 4 Hz) hinzugefügt. Anhand des daraus resultierenden Flusses und Drucks (die an der Maske gemessen werden) kann der ZSA-Algorithmus die Durchgängigkeit der Atemwege bestimmen.

Wird in allen AirSense 10 Therapiegeräten eingesetzt.

Erkennung der Cheyne-Stokes-Atmung (CSA)

Die Cheyne-Stokes-Atmung (CSA) ist eine Form von schlafbezogener Atmungsstörung, die sich durch periodisches An- und Abschwellen der Atmung auszeichnet und Schwankungen der Sauerstoffsättigung im Blut zur Folge hat.

Mit der neuen ResMed Funktion zur Erkennung der Cheyne -Stokes-Atmung können Sie Patienten identifizieren, die mit Therapiegeräten mit gleichbleibendem Druck oder automatischer Druckeinstellung behandelt werden und CSA-Atemmuster aufweisen. Im Laufe der Nacht überwacht der Algorithmus kontinuierlich die Atemmuster des Patienten und die Zykluslängen nach Anzeichen von CSA.

Wird in allen AirSense 10 Therapiegeräten eingesetzt.

CPAP-Modus

Der kontinuierlich positive Atemwegsdruck (CPAP) ist eine Art von Therapie, bei der dem Patienten im Laufe der Nacht Druckluft bei gleichbleibendem Druck zugeführt wird, um seine Atemwege geöffnet zu halten und dadurch zu verhindern, dass seine Atmung im Schlaf aussetzt.

In allen AirSense 10 und AirCurve 10 Geräten vorhanden.

Easy-Breathe

Die Easy-Breathe-Waveform bildet das individuelle Atemmuster des Patienten intelligent nach, sodass sich die Atmung natürlicher anfühlt und der Behandlungskomfort optimiert wird.

Exspiratorische Druckabsenkung (EPR™, Expiratory Pressure Relief)

Die exspiratorische Druckabsenkung (EPR) ermöglicht eine besonders angenehme Therapie, da während der Inspiration die optimalen Druckwerte für den Patienten beibehalten, der zugeführte Maskendruck während der Exspiration jedoch abgesenkt wird.

Wird in allen AirSense 10 Therapiegeräten eingesetzt.

Leckagemanagement

Die Therapiegeräte der AirCurve 10-Serie überwachen und gleichen Leckagen aus, indem sie fortlaufend und automatisch den Basisflusswert anpassen. So wird der Therapiedruck zuverlässig bereitgestellt, und die Synchronisation zwischen Patient und Gerät bleibt erhalten. (Informationen zu den entsprechenden Algorithmen finden Sie im Abschnitt „VSync“.)

Wird in allen AirCurve 10 Therapiegeräten eingesetzt.

Rampe

Die Rampe ermöglicht einen besonders angenehmen Therapiestart und steht in allen Modi zur Verfügung. Die Anstiegszeit ist der Zeitraum, in dem der Druck langsam von einem angenehm niedrigen Druck auf den verordneten Therapiedruck ansteigt.

In allen AirSense 10 und AirCurve 10 Geräten vorhanden.

Aufwachreaktionen aufgrund von Atemanstrengungen (RERA = Respiratory Effort Related Arousals)

RERAs sind Zeiträume erhöhter Atemarbeit, die zu Aufwachreaktionen führen.4 Diese flussbasierten RERA-Ereignisse werden protokolliert und als Übersichts- bzw. Detaildaten gespeichert. Sie können in AirView™, dem serverbasierten Patientenmanagementsystem von ResMed, angezeigt werden.

TiControl™ – Kontrolle über die Inspirationszeit

TiControl ist eine einzigartige Funktion der BiLevel-Geräte von ResMed und gibt Ihnen die Möglichkeit, den minimalen und maximalen Zeitraum festzulegen, in dem das Gerät den IPAP-Druck zuführen soll. Das obere und untere Zeitlimit wird dabei zu beiden Seiten der idealen spontanen Inspirationszeit des Patienten festgelegt, sodass er weiterhin die Möglichkeit hat, den Wechsel auf EPAP spontan selbst auszulösen.

Die minimale Zeitbegrenzung wird über den Ti Min Parameter und die maximale Zeitbegrenzung über den Ti Max Parameter eingestellt.

Die Ti Max und Ti Min Parameter von TiControl spielen eine wichtige Rolle bei der Synchronisation von Gerät und Patient, indem sie gegebenenfalls für eine Beschränkung bzw. Verlängerung der Inspirationszeit sorgen. Dadurch wird die Synchronisation selbst bei großen Mund- bzw. Maskenleckagen sichergestellt.

Zusammen mit TiControl sorgt VSync für eine zuverlässige Atemerkennung (Synchronisation zwischen Patient und Gerät) selbst bei großen Leckagen.

Wird in allen AirCurve 10 VAuto- und AirCurve 10 S-Therapiegeräten eingesetzt.

Inspiratorischer und exspiratorischer Trigger

Unter normalen Bedingungen wechselt das Gerät auf IPAP bzw. EPAP um, wenn es eine Veränderung im Atemfluss des Patienten erkennt. Das automatische Leckagemanagement von ResMed verbessert die Erkennung der Patientenatmung. Zudem verfügt das Gerät über eine einstellbare Triggersensitivität, um die Erkennung auf Grundlage des Zustandes des Patienten zu optimieren.

Wird in allen AirCurve 10 Therapiegeräten eingesetzt.

VSync

VSync ist ein Leckagemanagement-Algorithmus, der unbeabsichtigte Leckagen ausgleicht, sodass dem Patienten der verordnete Therapiedruck zugeführt wird.

Wird in allen AirCurve 10 Therapiegeräten eingesetzt.

Climate Control

Climate Control ist ein System, das automatisch sicherstellt, dass der HumidAir™ Atemluftbefeuchter und der beheizbare ClimateLineAir™ Schlauch während der Behandlung laufend eine angenehme Temperatur und Befeuchtung bereitstellen.

Automatische Anpassung

Der Atemluftbefeuchter und der beheizbare ClimateLineAir Schlauch werden vom Climate Control-Algorithmus gesteuert, der für eine konstante Befeuchtung und Temperatur sorgt. Das System passt sich automatisch bei Veränderungen der folgenden Faktoren an:

– Umgebungstemperatur und -feuchtigkeit

– Fluss aufgrund von Druckänderungen

– Fluss aufgrund von Leckagen an der Maske bzw. am Mund

Climate Control Auto

Dank des verbesserten Auto-Modus von Climate Control stellt jedes Therapiegerät automatisch die angenehmste Temperatur und Feuchtigkeit bereit, wenn es mit dem neuen beheizbaren HumidAir™ Atemluftbefeuchter und dem beheizbaren ClimateLineAir™ Schlauch von ResMed verwendet wird. Sie müssen keine Einstellungen ändern und durch keine komplizierten Menüs navigieren.

Climate Control Manuell

Der manuelle Modus von Climate Control bietet mehr Kontrolle über die Einstellungen und erlaubt es Patienten, Temperatur und Befeuchtung selbst auf die für sie angenehmsten Werte einzustellen.

Im manuellen Modus von Climate Control können Schlauchtemperatur und Befeuchtungsniveau individuell eingestellt werden. Der Schutz vor Kondensation wird allerdings nicht garantiert.

Schlauchtemperatur

Sollte sich die Luft in der Maske zu warm oder zu kalt anfühlen, kann der Patient die Temperatur anpassen, bis sie angenehm für ihn ist, oder sie vollständig abschalten. Die Schlauchtemperatur kann beliebig zwischen 16 °C und 30 °C eingestellt werden.

Ein am Maskenende des beheizbaren ClimateLine Schlauches befindlicher Temperatursensor ermöglicht es dem System, automatisch die Temperatur der dem Patienten zugeführten Luft zu regulieren. Damit wird garantiert, dass die Temperatur des zugeführten Luftstromes nicht unter die eingestellte Minimaltemperatur fällt, wodurch der Atemkomfort des Patienten optimiert wird.

Befeuchtungsniveau

Der Atemluftbefeuchter soll die Behandlung angenehmer machen. Wenn der Patient über trockene Nase oder trockenen Mund klagt, sollten Sie ein höheres Befeuchtungsniveau einstellen. Wenn der Patient über Feuchtigkeit in der Maske klagt, sollten Sie ein niedrigeres Befeuchtungsniveau einstellen.

Sie können die Befeuchtung ausschalten oder auf ein Niveau zwischen 1 und 8 einstellen, wobei 1 die niedrigste Befeuchtungsstufe und 8 die höchste Befeuchtungsstufe darstellt.

Für jede Befeuchtungseinstellung gibt das Climate Control-System eine konstante Menge Wasserdampf bzw. absolute Feuchtigkeit (AF) an die oberen Atemwege des Patienten ab.

In allen AirSense 10 und AirCurve 10 Geräten vorhanden.

Verordnen Sie Ihren Patienten ResMed Air Solutions – für eine optimale Patientenversorgung.

Kontakt

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Quellenangaben

  • 01

    Mohsenin V. Gender differences in the expression of sleep-disordered breathing: role of upper airway dimensions. Chest 2001; 120(5):1442-7.

  • 02

    Oldenburg O, et al. Adaptive servoventilation improves cardiac function and respiratory stability. Clin Res Cardiol. 2011 Feb;100(2):107-15

  • 03

    Bitter, T. et al. Adaptive servo-ventilation in diastolic heart failure and Cheyne-Stokes respiration. Eur Respir J, 2010. 36(2):385-392.

  • 04

    Phillips B & Kryger, MH, Chapter 92, Management of Obstructive Sleep Apnea-Hypopnea Syndrome: An Overview; In Principles and Practice of Sleep Medicine, M Kryger, D Roth and W Dement, Editors. 2005, Elsevier Saunders: Philadelphia. P. 1109-1121.