NIV auf höchstem Niveau: Eine Einführung
Die nichtinvasive Beatmung (nach dem englischen Ausdruck „Noninvasive Ventilation“ auch als NIV bezeichnet) findet heute weltweit immer breitere Akzeptanz als bevorzugte Behandlungsoption im Gegensatz zur invasiven Beatmung. Die NIV bietet eine wirksame Therapie bei geringerem Infektionsrisiko und verbesserten Überlebenschancen für Patienten mit Ateminsuffizienz. 1, 2, 3
Ziele und Funktionen der NIV
Ebenso wie alle anderen Formen der künstlichen Beatmung verfolgt die NIV zwei Ziele: verbesserten Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid zwischen dem Blut des Patienten und der Luft in seiner Lunge und Unterstützung der Atemarbeit, wenn der Patient dazu selbst physiologisch nicht wirksam in der Lage ist. Diese Ziele werden erreicht, ohne die Abwehrfunktion der Atemwege und das Schluckvermögen zu verlieren, wie dies bei der invasiven Beatmung der Fall ist.
Die wichtigsten Funktionen der NIV sind unter anderem:
- Bereitstellung des richtigen inspiratorischen und exspiratorischen Drucks zur Unterstützung des Atembedarfs des Patienten
- Verbesserung der alveolären Ventilation
- Aufrechterhaltung der Durchgängigkeit der oberen Atemwege
- Rekrutierung kollabierter Alveolen
- Beibehaltung der Synchronisation zwischen Patient und Beatmungsgerät
- Vermeidung der mit invasiven Anwendungen verbundenen Komplikationen
- Linderung von Hyperkapniesymptomen
- Verbesserung der Lebensqualität (tagsüber) bzw. Schlafqualität (nachts) des Patienten
Die Synchronisation zwischen Patient und Beatmungsgerät spielt eine wichtige Rolle bei der Reduzierung der Atemarbeit des Patienten und Optimierung des Komforts, sodass eine bessere Akzeptanz und Compliance seitens des Patienten im Sinne einer erfolgreichen NIV erzielt wird.
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